Freitag, 26. Oktober 2012

Stress beim Burgerbrater

Auch die Graue Ratte trippelt ab und zu in eine Filiale einer bekannten amerikanischen Schnellfresse.

Heute stand ich also vor der Kasse, wartete darauf, meine Bestellung aufzugeben, als mir plötzlich bewusst wurde, dass tief aus meinem Inneren ein Fluchtimpuls sich den Weg in mein Bewusstsein bahnte. Es waren nicht viele Leute anwesend, die junge Dame an der Kasse mühte sich redlich ihre persönliche Angenervtheit hinter einer freundlichen Kundenansprache zu verstecken. Was war es also, dass meine innere Stimme zum immer lauteren Brüllen der Worte "Raus hier!!!" bewegte?

Dann fiel es mir auf.

Aus verschiedenen Gerätschaften der Hamburgerbraterei piepte und zirpte es in nervigsten Warntönen. Die Alarmsignale des Systemgastronomiebetriebes gaben Alarm vor allerhöchster Gefahr und versetzten mich in Lärmstress.Hinzu kam noch das aufdringliche Fauchen aus einer Kaffeemaschine, die sich in dem Bereich befand, der seinen Kunden neben Burgern und Pommes auch gediegene Kaffeespezialitäten und Kuchen verkauft. Das hat also den Fluchtreflex ausgelöst. Dass natürlich niemand zu Tode fritierte Pommes oder Hamburger à la Brikett essen will, leuchtet mir ein. Aber warum man als Gast den Eindruck bekommen soll, dass gleich die Küche mitsamt den Mitarbeitern in einem gewaltigen Knall in den Orbit geschleudert wird, wenn man nicht einen Knopf drückt oder den Korb mit den fritierten Kartoffeln aus dem Ölbad holt, verstehe ich nicht. Oder habe ich die bunten Anzeigeschildern an der Essensausgabe nicht genau studiert und die Lärmkulisse gehört zu einem Gastronomie-Event?

Mir gelang es dennoch, die aufkommende Panik zu dämmen, meine Bestellung aufzugeben und mein Menü in einer ruhigen Ecke zu verputzen.

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