Sonntag, 26. Mai 2013

Trennung im Bekanntenkreis

Unter meinen Bekannten gab es ein Paar, dass mir besonders am Herzen lag. Ich mochte und mag die Beiden, ihre Lebensart und auch die Zukunftspläne.

Von heute auf morgen erklärt mir einer der Ehepartner, dass man sich getrennt habe. Ich hatte schon länger den Verdacht, da die Person der Partnerschaft, der ich öfter begegne, nur noch zögerlich auf meine Bitte zur Überbringung der Grüße reagierte. Außerdem kamen mir im Gespräch mit der Person bestimmte Äußerungen seltsam vor.

Wie auch immer, es ist aus. Da es die Beiden offenbar auf die Reihe bekommen haben, sich "sauber" voneinander zu verabschieden, kann ich zu den Einzelnen Kontakt halten, ohne in Grabenkampf ähnliche Situationen zu geraten. Hoffentlich!

Mich hat erstaunt, wie sehr mich die Trennung berührt hat. Ich mache mir wirklich Gedanken um die Zwei. Vor allem erstaunt mich die gewisse Leichtigkeit der Seite, welche die Trennung ausgelöst hat. Die verlassene Partei hat sich bisher nicht geäußert, wie es ihr geht. Wahrscheinlich ist das so, wenn sich Paare trennen, aber ich habe es noch nie die eigene Betroffenheit darüber in dieser Intensität gespürt, außer vielleicht bei meinen Eltern. Die "Trennungen" von meinenTeenager-Bekanntschaften zählen hier nicht. In diesem Moment bereue ich es wieder einmal nicht, nie auf eine Beziehung hingearbeitet zu haben, obwohl die Zweifel an diesem Defizit in meinem Leben in letzter Zeit relativ häufig in mir aufkommen.

Egoistischer sind vielleicht meine Gefühle hinsichtlich des Risses in meinem ohnehin schwachen sozialen Netzwerk. Das Zusammensein mit den Beiden, Unternehmungen und Besuche gaben mir irgendwie Auftrieb und Halt. Da nützt es mir auch nichts, dass ich weiterhin zu jedem Einzelnen Kontakt halten kann. Vielleicht lag es daran, dass gerade dieses Paar in meinen Augen eine erstrebenswerte Beziehung gelebt hat.


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